
Kecke Aufsteiger in der Kreisliga A
Fußball Die Teams aus Kernen zeigen sich eine Spielklasse höherselbstbewusst. Von Markus Merz
Seit der FC Kosova Kernen nach dem Aufstieg aus der Kreisliga B in der Kreisliga A spielt, hat sich wenig verändert. Neu ist eigentlich nur, dass die Fußball-Mannschaft um den Spielertrainer Verim Kica nicht mehr jede Partie gewinnt und auch mal mit einem Unentschieden zufrieden sein muss. Auch in der Startaufstellung hat sich wenig verändert. Einer der wenigen, die sich in den vergangenen Wochen neu in die Mannschaft spielen konnten, ist Egzon Thaqi. Erst seit diesem Sommer hat er beim FC Kosova Kernen einen Spielerpass, zuvor hatte er bereits einige Monate mit dem Team von Verim Kica trainiert. "Er spielt auf der Position im linken Mittelfeld eine wirklich gute Rolle. Damit ist er in unserer Aufstellung aber auch die einzige wirkliche Überraschung", sagt Verim Kica, der mit dem FC Kosova Kernen am Sonntag (15 Uhr) daheim auf den Tabellenzweiten TV Weiler/Rems trifft.
Obwohl der Rückstand auf den kommenden Gegner bereits fünf Punkte beträgt und der FC Kosova Kernen noch mit konditionellen Rückständen zu kämpfen hat, sieht Verim Kica seine Mannschaft nicht in der Außenseiterrolle: "Wir müssen uns von dem Wort Aufsteiger verabschieden. Wir sind zwar ein Aufsteiger, haben aber wesentlich bessere Anlagen. Technisch gibt es wahrscheinlich keine bessere Mannschaft in der Kreisliga A." Gerade auf dem heimischen Kunstrasenplatz in Rommelshausen sei es, findet er, nahezu unmöglich, den FC Kosova Kernen zu bezwingen. Und selbst auswärts hat das Ensemble zuletzt mit dem 2:2 beim Aufstiegskandidaten FSV Waiblingen II überzeugt. "Da konnten die Waiblinger froh sein, dass es für sie überhaupt zu einem Punkt gereicht hat", sagt Verim Kica, der seine Akteure erst in "drei bis vier Wochen" auf dem optimalen Fitnesslevel erwartet: "Bis dahin müssen wir uns von Spiel zu Spiel aufbauen. Wir hatten ja keine richtige Vorbereitung."
Spätestens zum Derby beim TV Stetten am 10. Oktober soll der Findungsprozess abgeschlossen sein. Bis dahin will auch der lokale Rivale des FC Kosova Kernen weiter punkten. Schon am Sonntag (15 Uhr) ist in der Partie beim SC Korb mindestens ein Zähler eingeplant. Mit den bezirksligaerfahrenen Philipp Kehm und Christopher Alhaus sowie den torgefährlichen Brüdern Simon und Julian Beckler hat der TV Stetten eine ausgewogene Kreisliga-A-Mannschaft zusammengestellt, der in den bisherigen vier Partien zwei Siege gelungen sind. Zuletzt, beim 3:2-Erfolg gegen den SV Plüderhausen, hätte das Stettener Team in den letzten zehn Spielminuten aber fast noch einen 3:0-Vorsprung verspielt.

Das Fernduell nach dem Derby
Von "Fellbach und Rems-Murr-Kreis", aktualisiert am 29.05.2010 um 00:00
Fußball Die Nachbarn TV Stetten und SpVgg Rommelshausen kämpfen in der Kreisliga B, Staffel 1, um den Aufstieg. Von Gerhard Pfisterer
Der FC Kosova Kernen aus der Kreisliga, Staffel 3, hat den Aufstieg in die Kreisliga A geschafft (wir haben berichtet). Die Fußballer des TV Stetten und der SpVgg Rommelshausen aus der Kreisliga B, Staffel 1, wollen es dem Nachbarn gleichtun. Zwei Wochen nach dem 1:1-Unentschieden im Derby vor 600 Zuschauern in Rommelshausen geht der Kampf um den Sprung nach oben am Sonntag, 15 Uhr, im Fernduell weiter: Der zweitplatzierte TV Stetten (68 Punkte) empfängt am vorletzten Spieltag den TSV Strümpfelbach, die drittplatzierte SpVgg Rommelshausen (66) gastiert bei den Sportfreunden Höfen-Baach.
Vor den beiden Mannschaften aus Kernen liegt der Tabellenführer ASGI Schorndorf (70), der beim SSV Steinach-Reichenbach gefordert ist. Der Erste steigt direkt in die Kreisliga A auf. Der Zweite hat in der Relegationsrunde die Chance, ihm - und dem FC Kosova Kernen - nachzufolgen.

Mehrere Angebote für den 59-Tore-Mann
Von "Fellbach und Rems-Murr-Kreis", aktualisiert am 28.05.2010 um 00:00
Fußball Nach dem Heimspiel gegen den FC Welzheim II steigt am Sonntag die Aufstiegsparty des FC Kosova Kernen. Von Markus Merz
Kujtim Sylaj wird seine Wette verlieren. Ziemlich deutlich. Ursprünglich hatte der 20-jährige Angreifer von den Fußballern des FC Kosova Kernen mit einem Freund gewettet, dass er in dieser Runde in der Kreisliga B, Staffel 3, auf 80 Saisontore kommen würde. Zwei Spieltage vor Schluss steht er bei 59 Treffern, hat damit aber trotz der kaum mehr abwendbaren Wettniederlage eine sehr beeindruckende Bilanz vorzuweisen.
Nur wenige Akteure in ganz Deutschland kommen auf so viele Tore, auch in den untersten Ligen. Kujtim Sylaj ist im Durchschnitt fast dreimal pro Begegnung erfolgreich und hat sich vor dem finalen Heimspiel gegen den FC Welzheim II am Sonntag (15 Uhr, Kunstrasenplatz in Rommelshausen) ein neues Ziel gesetzt: "Am 6. 6. ist das letzte Saisonspiel. An diesem Tag werde ich 21. Und da wäre es doch schön, wenn ich da auf 66 Tore kommen würde."
Erreicht Kujtim Sylaj diese Marke in der finalen Partie beim TB Beinstein II, überträfe er die 63 Tore, die Romano Scigliano (TV Oeffingen) einst für den AC Beinstein Italia erzielt hat - wenn auch eine Klasse höher in der Kreisliga A. Da dem FC Kosova Kernen der Aufstieg aber bereits zwei Spieltage vor Schluss nicht mehr zu nehmen ist, kann der wendige Angreifer das eigene Kunststück ja in der kommenden Runde eine Liga weiter oben wiederholen.
Wenn Kujtim Sylaj denn mal beim FC Kosova Kernen bleibt. Natürlich ist seine herausragende Trefferbilanz anderen, höherklassigen Vereinen nicht entgangen. Erst in der vergangenen Woche hat der angehende Mechaniker im Straßenbau ein Probetraining bei einem Landesligisten absolviert: "Das war eine gute Erfahrung. Da wird einfach ganz anderer Fußball gespielt als in der Kreisliga B oder in der Kreisliga A." Was aber nicht heißen soll, dass sein Abgang bereits beschlossene Sache ist: "Ich habe ein paar Angebote und warte noch auf ein paar Anrufe von Vereinen. Und dann werde ich mich entscheiden."
Auch ein Verbleib beim FC Kosova ist nach wie vor möglich. Der Spielleiter Syla Tahiri hat die Hoffnung jedenfalls noch nicht aufgegeben: "Ich denke schon, dass wir ihn halten können. Aber klar ist auch: Wenn Kujtim gehen will, dann lassen wir ihn auch gehen." Eine Entscheidung dürfte aber erst in der Sommerpause fallen.
Davor wollen die mehrheitlich albanischen Fußballer aus Kernen den Sprung in die Kreisliga A gebührend feiern. Nach dem Heimspiel gegen den FC Welzheim II steht deshalb die große Aufstiegsfeier an, auch wenn noch nichts Spezielles geplant ist. "Ach, da wird einfach albanische Musik laufen, und alles andere wird dann spontan passieren. Daraus entstehen doch immer die besten Feste", sagt Syla Tahiri.
Ähnlich sieht es auch Verim Kica, der Spielertrainer des FC Kosova Kernen: "Bei uns Albanern geht es immer locker zu. Da wird nicht viel geplant." Klar ist nur, dass sich die Mannschaft nach dem letzten Saisonspiel beim TB Beinstein II zum Essen treffen wird und in den Tagen danach über die Kaderzusammenstellung für die kommende Runde entschieden wird. "Ich denke, es werden alle bleiben - vielleicht mit einer Ausnahme", sagt Verim Kica und meint damit natürlich seinen starken Angreifer Kujtim Sylaj, der vor seiner Zeit in Kernen beim TSV Großheppach (Jugend) und beim SC Weinstadt spielte. 59 Tore hatte der immer schon torgefährliche Stürmer da nie geschafft - nicht mal in zwei Spielzeiten zusammen.


"Leider gibt es immer noch viel zu oft Vorurteile"
Von "Fellbach und Rems-Murr-Kreis", aktualisiert am 19.05.2010 um 04:31
Interview Der Spielertrainer Verim Kica, der mit den Fußballern des FC Kosova Kernen bereits zwei Begegnungen vor Saisonende den Aufstieg in die Kreisliga A sicher hat, spricht über das Image seines Vereins, die albanische Mentalität und den Torjäger Kujtim Sylaj. Von Markus Merz
Herr Kica, Ihr Torjäger Kujtim Sylaj hat sie mit bisher 59 Toren fast im Alleingang zum Aufstieg in die Kreisliga A geschossen. Müssen Sie ihn dennoch am 6. Juni, dem Tag des letzten Saisonspiels, trösten?
Weil er die 80 Tore nicht mehr schaffen wird, die er sich mal vorgenommen hatte? Nein, sicherlich nicht. Er hat da zwar eine private Wette laufen, aber ganz ehrlich: 59 Tore sind doch schon eine unglaubliche Zahl. Und er hat ja auch noch zwei Spiele Zeit, diese etwas zu erhöhen.
Im April haben Sie gesagt, dass der FC Kosova Kernen nach dieser Saison mit dem Abgang einiger Spieler rechnen muss. Seit Sonntag steht der Aufstieg in die Kreisliga A fest. Wie ist die aktuelle personelle Lage?
Jetzt, da der Aufstieg feststeht, werden die Gespräche stattfinden. Entweder kommt es zu einem totalen Umbruch - oder es bleibt fast das gesamte Team zusammen. Jetzt muss einfach der Vorstand entscheiden, wie es weitergeht. Aber klar ist natürlich, dass wir gewisse Spieler nur mit Geld halten können. Ohne Geld geht es jetzt nicht mehr.
Dabei geht es sicherlich um Spieler wie den bereits erwähnten Torjäger Kujtim Sylaj, der von vielen Vereinen umworben wird.
Richtig. Kujtim muss man hoch anrechnen, dass er die vergangenen eineinhalb Jahre für umsonst gespielt hat. Diese Woche absolviert er nun ein Probetraining - ich glaube, bei einem Landesligisten in der Nähe. Für Kujtim wäre die Landesliga sicher eine Option und auch der richtige Weg. Das habe ich ihm auch gesagt. Immerhin habe ich schon in der Verbandsliga gespielt und kenne mich damit gut aus. Für seine Entwicklung wäre die Landesliga die bessere Wahl. Aber jetzt warten wir erst mal ab, wie er sich entscheidet. Ingesamt werden einige Personalien sicher auch von meiner Person abhängen.
Sie überlegen sich, ob Sie in der kommenden Saison nicht mehr als Spielertrainer des FC Kosova Kernen tätig sein werden.
Genau. Aber es kann natürlich sein, dass ich bleibe, was aber hauptsächlich von zwei Punkten abhängt. Punkt eins: Der Kader muss weitestgehend zusammenbleiben. Punkt zwei: Wie groß ist mein Reiz, nochmal höherklassig zu spielen?
Und wie groß ist der Reiz?
Natürlich ist die Versuchung da, nochmal in der Landesliga zu spielen. Aber dafür müsste alles passen. Wie das zum Beispiel während meiner Zeit beim SV Fellbach der Fall war. Das war die bisher beste Zeit als Spieler. Das toppt nichts.
Wie stehen denn die Chancen auf Ihren Verbleib?
50:50.
Mit dem Aufstieg in die Kreisliga A dürften zumindest die Chancen auf einen Verbleib von Kujtim Sylaj gestiegen sein.
Das denke ich auch. In der Kreisliga B hätten wir ihn auf keinen Fall behalten können. Da spielt, wie ich bereits erwähnt habe, das Geld eine Rolle. Sollten Kujtim und all die anderen aber beim FC Kosova bleiben, dann bleibe ich auch.
Zu all den anderen außer Kujtim Sylaj gehört in Günther Broos auch ein deutscher Spieler. Wird es in Zukunft dabei bleiben?
Diese Frage kann ich mit einem Satz beantworten: Jeder ist willkommen! Aber es ist natürlich nicht immer einfach, wenn jemand zu uns kommt, der mit der albanischen Mentalität nicht vertraut ist.
Was genau ist denn anders?
Ach, bei uns gehört einfach eine gewisse Lockerheit dazu. Man muss über Dinge hinwegsehen können. Bei uns gibt es zum Beispiel keinen Strafenkatalog oder eine Manschaftskasse. Wir regeln die Dinge etwas entspannter. Natürlich sollte man auch keine Vorurteile gegenüber uns Albanern haben, die es leider immer noch viel zu oft gibt.
Wie äußern sich diese Vorurteile?
Ach, als ich noch beim SV Fellbach gespielt habe und vielleicht mal meine Emotionen hochgekommen sind, hieß es immer: der verrückte Verim. Wenn wir beim FC Kosova Kernen mal jemanden haben, der sich für kurze Zeit nicht unter Kontrolle hat, dann sind es immer gleich die prügelnden Albaner.
Allerdings gab es in der Vergangenheit durchaus Probleme mit albanischen Vereinen.
Ja, und auch bei Kosova gab es diese Probleme. Seit ich aber bei diesem Team bin, hat sich das erledigt. Dass dann trotzdem einer mal eine Rote Karte bekommt, ist doch völlig normal. Aber wenn die Leute von einem Platzverweis gegen uns in der Zeitung lesen, waren es wieder die Albaner. Abwertend gemeint.
Aber es gibt ja auch andere Beispiele. Mit der SpVgg Rommelshausen, auf deren Gelände Sie mit ihren Fußballern ja auch trainieren, gibt es gar keine Probleme.
Richtig. Wir stehen wirklich in einer guten Beziehung zueinander. Wir sind mittlerweile schon kleine Rommelshauser. Dort steht uns alles zur Verfügung. Warum sollten wir uns also nicht wohlfühlen.
Am Sonntag, nach dem feststehenden Aufstieg, sind Sie ja auch recht bald nach Rommelshausen gefahren, wo zuvor das Derby der SpVgg gegen den TV Stetten stattgefunden hatte.
Ja, nur leider hat die Sportvereinigung nicht gewonnen. Jetzt muss die Mannschaft eben in der kommenden Saison den Sprung von der Kreisliga B in die Kreisliga A schaffen.
Der FC Kosova Kernen hat es bereits jetzt geschafft. Wie sehen Sie die Chancen für die kommende Runde?
Das hängt davon ab, wie das Team in der kommenden Runde aussieht. Aber ein Platz im ersten Tabellenviertel ist sicherlich möglich.
Und am 30. Mai, nach dem letzten Heimspiel der laufenden Saison gegen den FC Welzheim II, wird dann gefeiert?
Und wie. Aber wir haben auch noch ein Ziel, das wir verfolgen.
Das wäre?
Wir wollen am Ende mehr Tore haben als der TB Beinstein II. Wir wollen
der beste Angriff werden.


Kosova Kernen künftig in der Kreisliga A
Die Mannschaft um den Spielertrainer Verim Kica macht vorzeitig den Aufstieg klar. Von Thomas Rennet
Im vergangenen Jahr waren die Fußballer des FC Kosova Kernen in der Relegationsrunde am Aufstieg gescheitert. Das kann ihnen diesmal nicht passieren. Mit dem 2:0-Erfolg am Sonntag beim FC Viktoria Backnang II haben sie vorzeitig die Beförderung in die Kreisliga A klargemacht. Die in 22 Begegnungen 21-mal siegreiche Mannschaft um den Spielertrainer Verim Kica liegt uneinholbar an der Spitze der Kreisliga B, Staffel 3. So ist dem FC Kosova Kernen bereits zwei Spiele vor Saisonende der Direktaufstieg nicht mehr zu nehmen.
"Eine Supersaison. Wir sind glücklich", sagte Syla Tahiri, der Spielleiter des FC Kosova Kernen, Minuten nach dem Abpfiff in Backnang und inmitten des Pulks feiernder Akteure. Die Gäste aus Rommelshausen hätten an diesem Tag noch einen Punkt für den Aufstieg gebraucht; sie wollten auch diesmal lieber drei Zähler. Kujtim Sylaj brachte sein Team mit 1:0 in Führung. In der 89. Minute schließlich sorgte der Spielertrainer Verim Kica für die Entscheidung - 2:0.
Danach waren die Gäste am Ziel. In der Kreisliga A. Ein Feiertag für den FC Kosova Kernen. Vorneweg für Kujtim Sylaj. Der Angreifer hat in dieser Saison bisher 59 Treffer erzielt - eine schier unglaubliche Ausbeute, die das Interesse höherklassiger Vereine weckt. "Wir werden alles dafür tun, um ihn und seinen Bruder Fatmir zu halten", sagte Syla Tahiri. Zunächst aber steigt am 30. Mai nach dem Heimspiel gegen den FC Welzheim II erst mal das große Aufstiegsfest.


FC Kosova Kernen vor dem Aufstieg
Von "Fellbach und Rems-Murr-Kreis", aktualisiert am 15.05.2010 um 04:32
Kernen (ren). Im Vorjahr durfte sich der Verbund des FC Kosova Kernen als Tabellenzweiter der Kreisliga B, Staffel 3, am Aufstieg versuchen. Nach einem 4:1-Erfolg gegen ASGI Schorndorf verlor die Mannschaft aber das entscheidende Spiel um einen Startplatz in der Kreisliga A. Mit 3:7 gegen den SV Plüderhausen. Nach Verlängerung. Und nach drei Roten Karten. Ähnliches wollen die Fußballer des FC Kosova Kernen in diesem Jahr von vornherein ausschließen. Die Akteure um den Spielertrainer Verim Kica bestehen diesmal auf den ersten Platz in der Kreisliga B. So souverän führt die Mannschaft mit ihrem Torjäger Kujtim Sylaj (58 Treffer!) das Feld an, dass sie den Aufstieg frühzeitig feiern kann. Nach einem Unentschieden oder Sieg am Sonntag, 15 Uhr, beim FC Viktoria Backnang II wären dem Club mit albanischen Wurzeln Titel und Direktaufstieg in die Kreisliga A nicht mehr zu nehmen. "Bis jetzt hat alles gut geklappt. Und eigentlich gehen wir davon aus, dass wir am Sonntag in Backnang den einen Punkt noch holen", sagt Syla Tahiri, der Spielleiter des FC Kosova Kernen. In der Relegationsrunde sollen sich dann die anderen herumärgern: die zweitplatzierten Fußballer von der zweiten Mannschaft des TB Beinstein.


FC Kosova Kernen will über Umwege in die Kreisliga A
Artikel aus der Fellbacher Zeitung vom 12.06.2009
FUSSBALL Der Tabellenzweite der Kreisliga B, Staffel 3, ist am Sonntag in Oeffingen mit ASGI Schorndorf zum ersten Relegationsspiel verabredet
Rommelshausen. Immer wieder hat der FC Kosova Kernen in den vergangenen Jahren den Aufstieg in die Kreisliga A der Fußballer verpasst. Dieses Mal soll der Sprung auf Umwegen gelingen. Am Sonntag (11 Uhr in Oeffingen) trifft das Team in der Relegation auf ASGI Schorndorf.
Von Markus Merz
Lange hatten die Fußballer des FC Kosova Kernen in der abgelaufenen Saison darauf gehofft, den Aufstieg in die Kreisliga A direkt zu schaffen. Doch mit der 1:2-Niederlage gegen den VfL Winterbach II am 24. Mai war die Hoffnung vorbei; der Opponent durfte sich über den direkten Aufstieg aus der Kreisliga B freuen. Für den FC Kosova Kernen war das ein Rückschlag, aber nicht das Ende aller Hoffnungen. Der Verbund um den Trainer Wolfgang Wallat hat die Saison in der Kreisliga B, Staffel 3, am vergangenen Sonntag als Tabellenzweiter beendet. Deshalb wartet nun mindestens ein Relegationsspiel auf den Verein um den Vorsitzenden Syla Tahiri. Im Idealfall werden es sogar zwei Spiele. So steht am Sonntag um 11 Uhr in Oeffingen das Aufeinandertreffen mit ASGI Schorndorf bevor. Gegen den Tabellenzweiten der Kreisliga B, Staffel 1, geht es um die Qualifikation für das Duell mit dem SV Plüderhausen. Nur der Sieger dieser Partie spielt dann in der Kreisliga A.
Dieses Ziel verfolgen Syla Tahiri und seine Mitstreiter schon seit geraumer Zeit: "Eigentlich ist der Aufstieg bei uns immer ein Thema." Dieses Mal soll es klappen. Auch wenn der Vordenker des FC Kosova Kernen den Gegner ASGI Schorndorf leicht favorisiert: "Die Schorndorfer haben einfach das erfahrenere Team." Allein der 38-jährige Ralf Neumann bereitet Syla Tahiri Sorgen. Der Spielertrainer von ASGI Schorndorf hat früher bereits für die SpVgg 07 Ludwigsburg in der Regionalliga gespielt und in der Saison 2003/2004 für den SV Fellbach in der Landesliga. "Solche Akteure haben wir nicht aufzuweisen. Unsere Mannschaft besteht vornehmlich aus jungen Fußballern", sagt Syla Tahiri. So zählt beispielsweise Verim Kica, ebenfalls schon mal beim SV Fellbach, mit seinen 23 Jahren zu den reiferen Spielern. Gemeinsam mit Qendrim Rexhaj (23 Tore) und Kujtim Sylai (30 Tore) hat Verim Kica (19 Tore) in der Runde 72 Treffer für den FC Kosova Kernen erzielt.
Weitere sollen am Sonntag in Oeffingen folgen. Allerdings hätte sich Syla Tahiri lieber die SpVgg Rommelshausen als Gegner gewünscht. Doch die SpVgg konnte am vergangenen Sonntag den zweiten Platz in der Staffel 1 nicht verteidigen: "Wirklich schade ist das. Denn unsere beiden Vereine verstehen sich wirklich super. Immerhin spielen wir ja schon seit fünf Jahren in Rommelshausen. Da wäre so ein Derby in der Relegation eine tolle Sache gewesen." Dennoch ist sich der Vordenker sicher, dass am Sonntag viele Zuschauer aus Kernen in Oeffingen vorbeischauen werden. Sie alle sollen dann im Rahmen der 35. Sporttage des TV Oeffingen Zeugen werden, wie der FC Kosova Kernen auf Umwegen den ersten Schritt in Richtung Kreisliga A macht.
Bereits heute, zwei Tage vor dem Relegationsspiel zwischen ASGI Schorndorf und dem FC Kosova Kernen, findet bei den Sporttagen des TV Oeffingen der Stadtmarketing-Cup statt. Von 15 Uhr an treten zum achten Mal Firmen- und Freitzeitteams aus Fellbach gegeneinander an.
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